Einkorn, Emmer, Braunhirse & Co.
Die Rückbesinnung auf alte Werte und Traditionen deuten wir als gutes Zeichen: immer mehr Menschen erkennen, dass das Gute sprichwörtlich "so nahe liegt". Ähnlich wie bei alten Gemüsesorten wie Pastinake, Topinambur oder Petersilienwurzel liegen auch die alten Getreidesorten im Trend. Wir möchten Ihnen hier einige Getreidesorten vorstellen, die wir selber vermahlen oder in unserem Mühlenladen anbieten:
Einkorn */+
Einkorn ist eine der ältesten domestizierten Getreidearten und stammt vom wilden Weizen ab. Die Ähre einer Einkornpflanze ist recht spröde und kann leicht in die einzelnen Stufen der Ährenspindel zerfallen. Übrig bleiben dann die Spindelglieder mit jeweils einem Ährchen. Ein einzelnes Spindelglied wird auch als Fese bezeichnet. Darin findet sich typischerweise ein einzelnes Korn, das aus einer einzigen Blüte hervorgegangen ist. Besonders charakteristisch für das Einkorn ist der gelbliche Mehlkörper, während die Farbe der Spelzen von weiß über braun bis schwarz variieren kann. Unter unseren Getreiden ist Einkorn das Feinste.
Emmer */+
Emmer oder Zweikorn bezeichnet eine Weizenart, die zusammen mit dem Einkorn eine der ältesten kultivierten Getreidearten darstellt. Diese Weizenart mit lang begrannten, meist zweiblütigen Ährchen wird heute in Europa kaum noch angebaut. Das Emmergetreide ist besonders eiweiß- und mineralstoffreich. Vollkornbackwaren verleiht Emmer einen herzhaften Geschmack.
Hirse & Braunhirse*
Hirse wurde bereits in der Jungsteinzeit kultiviert und ist somit eine der ältesten Getreidearten, die von Asien über Indien nach Europa kam. Hirse gilt als mineralstoffreichste aller Getreidearten und ist besonders reich an Kieselsäure, Magnesium, Kalium, Phosphor, Fluor und Eisen. Der natürliche Schönmacher ist leicht verdaulich ist und schmeckt einfach köstlich. Als Nahrungsergänzung bieten wir Bio-Braunhirse gemahlen an.
Amaranth*
Amaranth zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Genutzt werden vor allem die Samen der an Hirse erinnernden Körner. Amaranth war bereits bei den Azteken, Inka und Maya bekannt und galt neben Quinoa und Mais als Hauptnahrungsmittel. In fast 9.000 Jahre alten Gräbern in Mexiko wurde Samen dieser Pflanzen nachgewiesen.
Amaranth weist einen weit höheren Eiweiß- und Mineralstoffgehalt als die weltweit traditionell angebauten Getreidesorten auf. Die Proteine bestehen aus vielen essenziellen Aminosäuren, besonders hoch ist der Gehalt an Calcium, Magnesium, Eisen und Zink. Kohlenhydrate und Ballaststoffe sind in gleich großen Mengen vorhanden. Bei dem enthaltenen Fett handelt es sich zu ca. 70 % um ungesättigte Fettsäuren. Die Inhaltsstoffe sind nicht nur in großen Mengen enthalten, sondern in einem für die menschliche Ernährung sehr günstigen Verhältnis kombiniert.
Buchweizen *
Der Echte Buchweizen ist eine alte Nutzpflanze, die höchstwahrscheinlich zuerst in China kultiviert wurde. Buchweizenkörner enthalten reichlich Eisen, Phosphor, Kalium, Kieselsäure sowie die Vitamine B1, B2 und B6. Das Getreide eignet sich hervorragend zum Kochen und Backen und ist ein schmackhaftes Beilagengericht. Hier ein Rezept aus der Drax Mühle für einen Buchweizenkuchen.
Buchweizenkuchen
250 gr. Buchweizenmehl, 250 gr. Butter, 250 gr. Zucker, 250 gr. gemahlene Mandeln, 6 Eier (man trennt den Eidotter vom Eiweiß), Zimt, Backpulver.
Butter, Zucker und Eidotter cremig rühren. Mandeln, Buchweizenmehl, Zimt und ein Päckchen Backpulver hinzufügen, das zu Schnee geschlagene Eiweiß unterheben. Die Kuchenform einfetten und mit Mehl anstäuben, mit dem Teig füllen und 45 Minuten auf 180° Grad backen. Mit Heidelbeeren und geschlagener Sahne servieren.
Alle mit * gekennzeichenten Getreidesorten führen wir in unserem Mühlenladen.
Alle mit + gekennzeichneten Getreidesorten werden in der Drax-Mühle verarbeitet.